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KLAPPENTEXT No. 4, August 2008: Verdammt lang her!

Posted on | Juli 29, 2008 | Kommentare deaktiviert

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Ein KLAPPENTEXT übers Mittelalter

Es ist Sommer in der Stadt – und der KLAPPENTEXT nimmt sich eines vermeintlich ziemlich kühlen, ja düsteren Themas wie dem Mittelalter an? Eben deswegen! Und mit dem Geburtstag unserer wunderbaren Stadt hat das natürlich auch zu tun: 1158 war´s, da eine Urkunde das erste Mal die Ansiedlung an der Isar offiziell erwähnte. Allerdings fehlt von der Literatur da noch jede Spur in der “Villa Munichen”, zu dieser Zeit hielt sie sich an anderen Orten auf, in Straßburg oder Regensburg zum Beispiel. Aber es gab sie! Und das vergisst man leider nur gar zu gerne, weil ihre Worte seltsam tönen und die Inhalte fern und fremd erscheinen. Und weil die Renaissance sich vor ähnlich langer Zeit recht erfolgreich bemühte, die Jahrhunderte zwischen 500 und 1500 in ein Schattenreich zu verdammen – um sich selbst umso heller und strahlender als künstlerische und gesellschaftliche Neugeburt zu präsentieren. Auch die Romantiker trugen das Ihre dazu bei, dass das Mittelalter heute vor allem als ewige Minne-Casting-Show und Ritterreiterei auf uns gekommen ist. Ganz falsch ist das natürlich nicht – ganz richtig ebensowenig. Denn darf man nicht vergessen: Im Mittelalter wurde der Buchdruck erfunden, im Mittelalter bekamen erstmals auch Laien Zugang zum Lesen und Schreiben, im Mittelalter wurde Deutsch zur literaturfähigen Sprache. Wenn das mal nicht viele gute Gründe sind, um einen KLAPPENTEXT daraus zu machen.

Lesen Sie gut!
wünscht der KLAPPENTEXT

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