Verehrte Leserinnen und Leser,
wie wir im Februar-Editorial bereits verhalten angedeutet hatten, zählen wir nicht zu den größten Krimifans dieses unseres Erdenrunds. Sollte Ihnen das ähnlich ergehen, dann müssen Sie deshalb allerdings noch lange nicht verzweifeln. Nicht einmal in diesem März, in dem sich das Münchner Krimifestival in Sektionssälen und Großraumzellen herumtreibt. Die Literatur nämlich gibt sich davon ziemlich unbeeindruckt und findet einfach trotzdem statt. An eher gewöhnlichen Orten, zugegeben, aber uns sind Pomp und Circumstances ohnehin nie ganz geheuer. Ein Buch auf einem Tisch und ein Autor auf einem Stuhl genügen uns als literarische Innenarchitektur nämlich vollauf. Von den buchstäblichen Mördern mal abgesehen, sitzen auf diesen Stühlen in diesem Monat erfreulich viele junge und erfreulich viele nicht in Deutschland geborene Autoren herum. Und ums Eigene und Fremde wird es wohl auch in der Lesung von Helene Hegemann gehen – die uns den Stempel “Garantiert Axolotl-frei”, den wir dem Klappentext in diesem Monat gar zu gerne aufgedrückt hätten, dann leider doch unmöglich macht. Sei´s drum, lesen Sie trotzdem oder gerade deswegen gut!
wünscht Ihre Redaktion
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