München Blutrot III
| 30. September 2011 | ||
| 19:30 |
Kriminacht mit Kurt Palm (Gewinner des Friedrich-Glauser-Preises 2011 für BAD FUCKING), Beate Maxian (TÖDLICHES RENDEZVOUS) und Angela Eßer (Krimi-Autorin und Sprecherin des SYNDIKATS).
Eintritt: €15,50
Staatstheater am Gärtnerplatz, Gärtnerplatz 3
Martin Pfisterer liest “Holzfällen” von Bernhard
| 27. August 2011 | ||
| 20:00 |
Ein künstlerisches Abendessen in Wien. Man erwartet den Burgtheaterschauspieler. Als er erscheint, wird der Hauptgang serviert: Die Wildente. Beim Nachtisch explodieren die exzessiven Charaktere…
La Cantina, ELisabethstraße 53
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Jan-Philipp Sendker liest “Herzenhören”
| 12. Mai 2011 | ||
| 19:00 |
Die junge New Yorker Anwältin Julia Win hat sich noch nie so fremd gefühlt wie in Kalaw, diesem malerischen, in den Bergen Birmas versteckten Dorf. Hierher hatte sie die Suche nach ihrem Vater geführt, der vor vier Jahren plötzlich verschwunden war. Ein vierzig Jahre alter Liebesbrief von ihm, gerichtet an eine Unbekannte, hatte Julia auf diese Spur gebracht. Und nun lauscht sie in dieser magischen Umgebung den Worten eines alten Mannes, der ihr die geheimnisvolle Geschichte ihres Vaters erzählt …
Schweisfurth Stiftung, Schloss Nymphenburg, Südliches Schloßrondell 1
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Nicole Krauss liest “Das große Haus”
| 23. Februar 2011 | ||
| 20:00 |
25 Jahre lang arbeitet eine Schriftstellerin aus New York an einem Schreibtisch, den sie von einem in den Folterkellern Pinochets gestorbenen Chilenen geschenkt bekam. Eines Tages kommt ein junges Mädchen, das behauptet, die Tochter des Chilenen zu sein, und holt ihn ab. Von da an klappt nichts mehr im Leben der Schriftstellerin. Sie macht sich auf, das Möbel zu suchen, und trifft im fernen Israel auf einen Mann, der das Arbeitszimmer seines von den Nazis umgebrachten Onkels rekonstruiert …
Eintritt: € 12/10
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
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4. Jahreslehrgang Literarisches Schreiben an der Münchner Volkshochschule
Der Jahreslehrgang bietet die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit dem Schreiben in Theorie und Praxis zu beschäftigen und in Zusammenarbeit mit erfahrenen Autoren in Seminaren und Tutorien ein literarisches Projekt vorwärts zu bringen. Bewerben können sich alle, die Ideen oder Vorstellungen zu einem noch ungeschriebenen Buch haben. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung.
Bewerbungsunterlagen:
Eine literarische Textprobe von max. 2 Seiten (1800 Zeichen pro Seite), Kurzbiografie inkl. einer Begründung Ihres Interesses (max. eine Seite).
Diese Unterlagen schicken Sie bitte bis zum 15. Juni 2010 an die
Münchner Volkshochschule
Fachgebiet Wort & Text – Schreibwerkstätten
Postfach 80 11 64
81611 München
Anmeldung und Information:
Fachgebiet Wort & Text – Schreibwerkstätten
Tel.: (0 89) 44 47 80-30/31
E-Mail: elisabeth.herrmann-brandt@mvhs.de
Jahresgebühr: EUR 790.- (keine Ermäßigung)
BUCH HEUTE, zehnte Sendung: Vom Glück des Aufpralls
Ein Top-Unternehmensberater, der sich auf Autos fallen lässt und für mehr direkten Körperkontakt plädiert? Mit seinen gewagten Thesen und Auftritten sorgt Roland Gerzer regelmäßig für Furore. Auch als Autor beschreitet er ungewöhnliche Wege: Vor vierzehn Jahren erschien “Ich ging den Weg des Randalierers”, jetzt präsentiert der sportive Querdenker sein neues Buch “Vom Glück des Aufpralls”. Darin vertritt er die These, dass jede Veränderung im Kern eine Bereitschaft zu direkter Konfrontation voraussetzt. Wer nach diesem Prinzip handelt, für den werden nach seiner Überzeugung auch wirtschaftliche Flauten und prekäre persönliche Situationen zur Quelle der Lebenskraft.
Zehnte Sendung von BUCH HEUTE anhören:
[audio:http://www.literatur-muenchen.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/BUCH HEUTE 10.mp3|titles=BUCH HEUTE 10: Vom Glück des Aufpralls]
Produktion: Jakob Schiefer / Orange Sound, Februar 2010
Sprecher/Innen: Georgia Stahl (Frau Rechle), Christoph Jablonka (Herr Hendriksen) und Jakob Riedl (Roland Gerzer, Jakob Schiefer)
Ausschreibung LiteraVision
Der Fernsehwettbewerb „LiteraVision“ wird 2010 zum neunzehnten Mal durchgeführt. Ausgezeichnet werden deutschsprachige Fernsehsendungen, die auf beispielhafte Weise über Bücher (aus dem Bereich Belletristik) oder Autorinnen und Autoren informieren.
Folgende Programmsparten sind dabei vorgesehen:
- kürzere Beiträge über Bücher in Magazinsendungen
- längere Sendungen über Autorinnen/Autoren und literarische Themen
In die Auswahl kommen ausschließlich in den Jahren 2008 und 2009 erstmals ausgestrahlte Sendungen. Die Ausschreibungsbedingungen und das Anmeldeformular sind abrufbar im Internet unter www.muenchen.de/literaturstadt (unter „Preise und Stipendien“). Bewerben können sich Filmemacher/innen oder Produzent/innen bzw. Sender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der beste Beitrag in beiden Sparten wird mit einem von der Landeshauptstadt München gestifteten Preis in Höhe von je 5.000 Euro ausgezeichnet.
Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 12. Februar 2010 (Datum des Poststempels). Die öffentlichen Jurysitzungen finden statt am Freitag, 7. Mai, und Samstag, 8. Mai 2010, im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1.
Weitere Informationen über das Kulturreferat:
Katrin Dirschwigl, Tel. 089/ 233 21196, katrin.dirschwigl@muenchen.de
Christoph Schwarz: Tel. 089/ 233 26991, christoph.schwarz@muenchen.de
Ausschreibung für junge Autoren
Das Festival LiteraturUpdate sucht junge Autoren: Das Festival widmet sich dem aktuellen literarischen Schaffen und den Neuen Medien. Vom 10. Oktober bis 28. November 2010 werden Blogger und Poeten, Slammer und Performer, Medien- und Wortkünstler die Literatur in Bayern ‘updaten’. 50 Städte in Bayern werden zu Austragungsorten von Dichterwettstreiten und Medienprojektionen, von Blogger-Treffen und Literaturverfilmungen, von ‘beschriebenen Häusern’ und literarischen Postwurfsendungen.
Den ganzen Text der Ausschreibung lesen (PDF) …
Lyrikpreis Meran 2008
Am 10. Mai gab die Jury des Lyrikpreises Meran (Ilma Rakusa, Autorin, Zürich; Volker Hage, Kritiker, Hamburg; Ulla Hahn, Autorin, Hamburg; Hans Jürgen Balmes, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main, Wolfgang Wiesmüller, Universität Innsbruck) vier Preisträgerinnen bekannt. Den Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung (8.000 Euro) erhält Martina Hefter. Der Alfred Gruber Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3.500 Euro) geht an Monika Rinck. Uljana Wolf wird mit dem Medienpreis des RAI-Senders Bozen (2.500 Euro) ausgezeichnet. Trägerin des ausschließlich in diesem Jahr vergebenen Preises der Jury (1.000 Euro) ist Nikola Richter.
Annemarie Schwarzenbach
Am 23. Mai würde Annemarie Schwarzenbach (23.05. 1908 bis 15.11. 1942) 100 Jahre alt. Sie wuchs in der Seegemeinde Horgen oberhalb des Zürichsees in einer reichen Industriellenfamilie auf, promovierte bereits mit 23 Jahren und veröffentlichte erste journalistische wie literarische Texte noch während ihrer Studienzeit. Schon kurz nach Abschluss ihre Studiums debütierte sie 1931 mit ihrem Roman “Freunde um Bernhard”. 1930 begegnete sie in Berlin Klaus und Erika Mann, mit denen sie nicht nur die literarischen Ambitionen, sondern bald auch die Vorliebe für Alkohol, Morphium und pausenloses Reisen teilte. Ihre Züricher Familie schockierte sie mit ihrem unkonventionellem Verhalten. Nichts weniger als »moralische Verworfenheit« attestierte die Familie ihr, denn statt Heiratskandidaten aus guten Häusern liebte Annemarie Schwarzenbach Frauen, so z. B. Erika Mann, die jedoch ihre Liebe nicht erwiderte. Dass Teile ihrer Familie mit der “Schweizer Front” sympathisierten, Annemarie Schwarzenbach jedoch eine antifaschistische Einstellung hegte, machte das Verhältnis nicht besser.
1933 initiierte Annemarie Schwarzenbach die Gründung der Exil-Zeitschrift Die Sammlung, die unter Klaus Manns Leitung in Amsterdam erschien und emigrierten Schriftstellern ein literarisches Forum bot. Als Nazideutschland und die Faschisten immer größere Teile Europas knebelten, lebte Annemarie Schwarzenbach selbst teilweise das Leben einer Flüchtenden, indem sie mehrere Jahre lang in mehreren Ländern lebte. Sie reiste in den Vorderen Orient, nach Nordafrika und Indien, in die USA und nach Schwarzafrika. Ihre Erfahrungen verarbeitete sie literarisch, journalistisch und fotografisch zu Romanen und Gedichten, Reisetagebüchern und sozialkritischen Reportagen. Bekannt wurde sie hauptsächlich aufgrund dieser Reisereportagen. 1935 heiratete sie trotz ihrer lesbischen Orientierung den französischen Diplomaten Claude Clarac in Persien. Dort schrieb sie “Tod in Persien”, der erste Entwurf ihres 1938 vollendeten lyrischen Romans “Das glückliche Tal”.
Die seit 1932 bestehende Drogenabhängigkeit machten mehrere Entziehungskuren und etliche Klinikaufenthalte notwendig. Trotzdem reiste sie 1936 in die USA, wo sie Massenarbeitslosigkeit und Elend nach der Großen Depression dokumentierte, 1939 unternahm sie mit Ella Maillard eine Autoexpedition nach Afghanistan, anschließend übersiedelte sie, da sie sich dem literarischen Exil, dem auch Klaus Mann angehörte, zugehörig fühlte, in die USA, wo sie für das Emergency Rescue Committee tätig war und für US-Zeitungen Artikel schreiben wollte. Im Winter 1940/41 fand die Hoffnung Amerika für sie jedoch ein bitteres Ende. Sie wurde zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, aus welcher ihr Bruder sie nur unter der Bedingung befreien konnte, dass sie das Land sofort verlasse. Da sie zu Hause unwillkommen war, begab sich Annemarie Schwarzenbach im April 1941 auf ihre letzte große Reise über Spanien und Portugal in den Kongo, wo sie für Schweizer Zeitungen schrieb. Durch eine Malaria-Erkrankung geschwächt, kehrte sie im Juli 1942 in die Schweiz zurück. Bei einem Fahrradsturz zog sie sich eine schwere Kopfverletzung zu, an deren Folgen sie am 15. November 1942 starb. Am Tag ihres Todes vernichtete die Mutter Annemarie Schwarzenbachs sämtliche Manuskripte, Tagebücher und die Briefe der Geschwister Mann.
Wer weiterlesen möchte, dem sei die Seite des Deutschlandfunks empfohlen, eine literarische Annhäherung mit Biografie-Tipps zum Weiterlesen. Auch der WDR widmet Annemarie Schwarzenbach einen Artikel mit Buch- und Ausstellungstipps.


