KLAPPENTEXT No. 12, April 2009
Editorial: Kurz und nicht nur metaphorisch löchrig
Ein Loch ist im April, und zwar kein kleines. Nennt sich Osterferien – und ist fast völlig lesungsfrei. Ein Loch ist auch im Klappentext, und zwar ein ähnlich metaphorisches. Sozusagen mehr finanzielles. Das heißt: Wir suchen an und vor und nach Ostern nicht nur Schokoeier und andere süße Häschen, sondern
dringend Unterstützung bei Akquise und Vertrieb dieses wunderbaren Blättchens, das Sie – da haben wir Sie wieder einmal ertappt! – unzweifelhaft gerade lesen. Und damit Sie sehen, was eine Weigerung Ihrerseits zur Folge haben könnte, fangen wir hier schon einmal an mit dem Kürzen: Das Editorial endet früher als gewohnt und ohne Vokale, nmlch hr nd jtzt.
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Vorstellung der Willi-Graf-Biografie
| 21. März 2009 | ||
| 18:00 |
Als Mitglied der Widerstandsgruppe ,Die Weiße Rose’ war er an der Herstellung und Verbreitung von Flugblättern und Wandparolen beteiligt.
Schon als Schüler verweigert er den Eintritt in die Hitlerjugend und engagiert sich in einer illegalen Gruppe, die in der Tradition der bündischen Jugend steht. Ein Lebensweg von beeindruckender Klarheit und Konsequenz.
Mit dem Autor Peter Goergen und Grafs Schwester Annelies Knoop-Graf (Signierstunde ab 17 Uhr).
Eintritt: € 5 (für SchülerInnen frei), Reservierung: Tel. 227967
Buchhandlung Lentner, Marienplatz 8
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Vorstellung der Willi-Graf-Biografie
| 19. März 2009 | ||
| 20:00 |
Mit Anneliese Knoop-Graf und Schülerinnen des Willi Graf Gymnasiums.
Eintritt: € 5
Hörsaal M018 (Erdgeschoß) Ludwig Maximilians Universität, Geschwister-Scholl-Platz 1
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Literatur im Franz Marc Museum, Kochel am See
| 21. März 2009 | ||
| 11:00 |
Immer schon haben Literatur und bildende Kunst sich gegenseitig befruchtet: Dichter ließen sich von den Werken der Maler inspirieren, während die Maler ihre Themen in der Literatur fanden. Einer dieser Dialoge zwischen Malerei und Literatur wurde im 20. Jahrhundert zwischen dem Maler Franz Marc und der zeichnenden Dichterin Else Lasker-Schüler geführt. 1913 unterhielten sie einen Briefwechsel, der sie in ein von ihnen selbst erdachtes, orientalisches Märchenreich entführte.
Ganztägiges Programm:
11 Uhr: „Der Schlangenanbeter auf dem Marktplatz in Theben“.
Eine Collage von Else Lasker-Schüler im Dialog mit einem armenischen Volksmärchen, in dem die Schlange als Tierhelfer auftritt, vorgetragen von
Hedwig Rost und Jörg Baesecke („Die kleinste Bühne der Welt“)
11.45 – 12.30 Uhr: Workshop 1: Text und Bild.
Illustrationsmöglichkeiten von Märchen mit musikalischen, theatralen und bildnerischen Mitteln.
Mit Hedwig Rost und Jörg Baesecke
12.45 – 13.30 Uhr: Workshop 2: Klang und Sprache der Bilder.
„Der Schlangenanbeter auf dem Marktplatz von Theben“ von Else Lasker-Schüler und seine radiophone Umsetzung für einen Audioguide für Kinder. Mit Ulrike Roos (Stiftung Zuhören)
14 – 15 Uhr: „Der Blaue Reiter“ präsentiert Eurer Hoheit sein Pferd
Aus dem Briefwechsel zwischen Else Lasker-Schüler und Franz Marc,
vorgetragen von Julia Fischer und Peter Weiß (Bayerischer Rundfunk)
15 – 15.45 Uhr: Workshop 3: Fragen zur Rezitation an Julia Fischer und Peter Weiß
16.30 Uhr: Dichter zu Gast
Reiner Kunze liest „Instandsetzung des Morgens“, Tagebuchnotizen und Gedichte aus vierzig Jahren. Vor und nach der Lesung gibt es eine musikalische Einlage mit Oboe und Harfe.
Zu den Workshops ist eine Anmeldung erforderlich: Tel. 08851/92488-17 oder E-Mail: besucherdienst@franz-marc-museum.de
Eintritt für Lesungen und Museumseintritt: € 7,50
Franz Marc Museum, Franz Marc Park 8-10, Kochel am See
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Angelika Klüssendorf liest “Amateure”
| 28. April 2009 | ||
| 20:30 |
Amateure leben das Leben so, als ob es nur die Probe wäre. Sie machen Fehler, sie sind einfach nicht gut genug. In der Liebe scheitern sie schon, bevor sie überhaupt angefangen haben. Aber muss man wirklich ein Held sein, um dieses Leben zu bestehen?
In der Tradition der großen amerikanischen Erzählerinnen schreibt Angelika Klüssendorf mit Mut, Aufrichtigkeit und schnörkelloser Klarheit: vom Abenteuer, ein eigenes Leben zu wagen, vom Versuch, auch im Unglück noch das Glück zu finden. Amateure sind alle in diesem Buch – die Amateure sind wir.
Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldstraße 45
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»Liebe. Ein unordentliches Gefühl« – Ein Abend mit Richard David Precht
| 29. April 2009 | ||
| 20:00 |
Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch.
Eintritt: € 10/8
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
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ENTFÄLLT: Lesung mit Benjamin Lebert
| 27. April 2009 | ||
| 20:00 |
Anton will weg. Seine Freundin hat ihn verlassen, sein Job bietet keine Perspektive, und eigentlich hat er sich in Hamburg noch nie zu Hause gefühlt. Sein Ausweg: Pfannkuchen backen bei Onkel Jimmy in Manhattan. Onkel Jimmys »Luncheonette«, das sind 30 Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen – und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Eintritt: € 8/6
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
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»… und es wurde meine Sprache«: Lesung und Gespräch mit Marica Bodrozic und Eleonora Hummel
| 22. April 2009 | ||
| 20:00 |
2003 wurde die 1973 in Dalmatien geborene Berliner Schriftstellerin und Übersetzerin Marica Bodrocic für ihren Erzählband »Tito ist tot«mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet. Die in Dresden lebende Schriftstellerin Eleonora Hummel erhielt den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis im Jahr 2006 für ihren ersten Roman »Die Fische von Berlin«. Beide Autorinnen beschäftigen sich in ihren Romanen, Essays, Gedichten und Erzählungen mit fremder Herkunft und einer neuen Sprache, mit der Frage nach der Heimat, mit Vorurteilen und Misstrauen – und mit der eigenen Biografie. Die Autorinnen lesen aus ihren aktuellen Werken und diskutieren über die »Sprachländer des Dazwischen«.
Eintritt frei
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Verleihung des Carl Amery Preises 2009 an Juli Zeh
| 21. April 2009 | ||
| 20:00 |
Der mit 6.000.- Euro dotierte »Carl-Amery-Literaturpreis« wird seit 2007 alle zwei Jahre vom Verband deutscher Schriftsteller in Bayern vergeben, mit Unterstützung des Luchterhand Literaturverlages und von ver.di Bayern. Es werden deutschsprachige Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die in ihrem Werk neue ästhetische Wege gehen und das Spektrum literarischer Möglichkeiten zu erweitern suchen.
Laudatio: Prof. Gesine Schwan
Eintritt frei
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Übersetzer stellen vor »Noten und Takt, Rhythmus und Klang« – Ein musikalisch-literarischer Abend
| 2. April 2009 | ||
| 20:00 |
Mitglieder des Münchner Übersetzer-Forums zeigen anhand kurzer Passagen aus eigenen Übersetzungen, dass sie bei ihrem literarischen Handwerk virtuos auf den
unterschiedlichsten sprachlichen Klaviaturen spielen. Die humorvollen Kontrapunkte des Abends setzt wie immer Thomas Merk mit seinen absurd-komischen »Maschinengedichten«, die sich diesmal natürlich ebenfalls um ein musikalisches Thema drehen. Und für die »echten Klänge« sorgt der virtuos-vielseitige Perkussionist von der Gruppe »Hammerling«, Erwin Rehling.
Eintritt: € 7/5
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Zur Website des Münchner Übersetzerforums …
