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DAS LITERATURPORTAL FÜR MÜNCHEN

KLAPPENTEXT No. 10, Februar 2009: Das bunte Treiben


Verehrte Leserinnen und Leser,

dass an drei Tagen in diesem Monat einfach überhaupt gar keine Lesungen stattfinden wollten, kam uns durchaus ein bisschen komisch vor, als wir den Literaturkalender zusammen bastelten. Nur ahnten wir lange Zeit nicht, wie richtig wir mit dieser Einschätzung lagen. Bis irgendwer dann etwas von Fasching faselte, wir uns kräftig gegen´s Hirn schlugen und unsere Erkenntnis der Lage mit einem Seufzer kundtaten.

Keine Angst, wir wollen Sie jetzt gar nicht weiter mit den Analogien zwischen Fasching und Literatur – nur kurz, ok? Also: die Maskerade! das Rollenspiel! die moralische Unbeschwertheit! – belangen und belasten, sondern reden lieber ohne diskursive Umwege frei heraus: Auch der KLAPPENTEXT hatte diesen Monat keine Lust, sich an die selbst auferlegten Regeln zu halten, und treibt´s deswegen ebenfalls ein wenig bunt

Weil gar so viele schöne Literaturdinge in diesem Monat in München passieren, konnte er sich jedenfalls nicht mit der Redaktion auf ein einziges Thema einigen, und widmet sich deswegen – manche würden das jetzt eine Konzentration auf die Kernkompetenz nennen; sollen sie doch! – mehreren Protagonisten dieses Münchner Februars. Kurt Drawerts neuem Roman zum Beispiel, der den wunderbaren Titel “Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte” trägt. Und der Literaturzeitschrift Bella triste. Und dem Mairisch-Verlag anhand eines Hörbuchs, das dort erschienen ist.
Aber was reden wir uns hier schon wieder in die literarische Rage … Lesen Sie doch einfach selbst!

Viel Spaß dabei wünscht:
Ihre KLAPPENTEXT-Redaktion

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KLAPPENTEXT No.9, Januar 2009:
`s wird leiwand!

Liebe Leserinnen & Leser,

wird alles anders im Jahr 2009? Das wissen wir freilich nicht. Wir können nur hoffen: 2009 wird ein gutes Jahr für die Literatur werden – aber das hofften wir schließlich noch jedes Mal … Diesmal aber scheint es beinahe weniger fern als sonst: Gleichsam täglich liest man von der ökonomischen Apokalypse in allen Zeitungen, viele Menschen haben Fragen und begeben sich auf- und angeregt auf die Suche nach Antworten. Dass diese nicht immer klar und eindeutig sind, sollte dabei als Chance begriffen werden und nicht als weitere Verunsicherung. Die einfachen Antworten sind wahrlich nicht die Sache der Literatur – sondern die der Populisten und Besitzstandswahrer (die es in der Literatur selbstredend ebenfalls zuhauf gibt!).

Ein paar Dinge wären in jedem Fall zu ändern, sowohl im Literaturbetrieb im Allgemeinen als auch im Münchner im Besonderen. Der Klappentext fängt deshalb sofort damit an (und wird weiter dran bleiben). Eine der Klagen, die uns nicht nur einmal zu Ohren gekommen ist, sondern uns seit wir literarisch denken können, begleitet, ist diejenige der österreichischen Verleger: Die deutsche Kritik beachte keine Bücher aus Österreich, auch die deutschen Leser zeigten sich wenig interessiert daran. Ersterem kann dieser Klappentext abhelfen – Zweiteres bleibt logischerweise Ihnen überlassen.
Wir können nur versprechen: `s wird leiwand!

Viel Spaß dabei wünscht:
Ihr Klappentext

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