Dorfgiganten V: Katsche, Radi und die EM
| 6. Juni 2008 | ||
| 20:00 |
Eine Fußballcollage, zusammengestellt und gelesen von Irene Rovan, Klaudia Schmidt, Ursula Berlinghof und Gästen.
Eintritt: € 5
Ort: Café Hüller, Eduard-Schmid-Straße 8
Thomas Mann vor Ort: Wolf Euba liest “Königliche Hoheit”
| 23. Juni 2008 | ||
| 19:00 |
„Klaus Heinrich war es zufrieden und so verließen sie die Parkgegend und trabten querfeldein, um die Landstraße zu gewinnen, die in nordwestlicher Richtung zu dem gesetzten Ziel führte. Im Stadtgarten waren sie von einigen Spaziergängern begrüßt und bestaunt worden, wofür Klaus Heinrich die Hand am Mützenschirme, Imma Spoelmann mit ernsthaften und ein wenig befangenen Neigungen ihres schwarzblauen Köpfchens im Dreispitz gedankt hatte. Nun waren sie im Freien und brauchten keiner
Begegnungen gewärtig zu sein. Auf der Chaussee zog dann und wann ein bäuerliches Fuhrwerk dahin, oder ein Radfahrer arbeitete sich gebückt des Weges. Aber sie hielten sich zu Seiten der Straße im Wiesengelände, wo es sich sanfter und freier ritt.“
Aus der Reihe “Thomas Mann vor Ort – Lesungen aus den Münchner Romanen und Erzählungen am Ort der Handlung oder Entstehung” des Thomas-Mann-Förderkreises (gesamtes Programm als PDF)
Eintritt jeweils € 8 /Mitglieder € 5 (mit Empfang), Anmeldung erforderlich, da beschränkte Platzzahl, Tel. 89999-320 Fax 89999-321, info@tmfm.de
Ort: HypoVereinsbank, Leopoldstraße 21
Thomas Mann vor Ort: Wolf Euba liest aus “Gladius Dei”
| 12. Juni 2008 | ||
| 19:00 |
„München leuchtete. Über den festlichen Plätzen und weißen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrünten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schönen Junitages (….)
Viele Fenster stehen geöffnet, und aus vielen klingt Musik auf die Straßen hinaus, Übungen auf dem Klavier, der Geige oder dem Violoncell, redliche und wohlgemeinte dilettantische Bemühungen. Im „Odeon“ aber wird, wie man vernimmt, an mehreren Flügeln ernstlich studiert.“
Aus der Reihe “Thomas Mann vor Ort – Lesungen aus den Münchner Romanen und Erzählungen am Ort der Handlung oder Entstehung” des Thomas-Mann-Förderkreises (gesamtes Programm als PDF)
Eintritt jeweils € 8 /Mitglieder € 5 (mit Empfang), Anmeldung erforderlich, da beschränkte Platzzahl, Tel. 89999-320 Fax 89999-321, info@tmfm.de
Ort: Odeon, Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Odeonsplatz 3
Thomas Mann vor Ort: Dirk Heißerer liest “Die Buddenbrooks”
| 6. Juni 2008 | ||
| 15:00 |
„Es ist gar nicht der Mann. Es ist die Stadt. Es ist nicht diese Albernheit auf der Himmelsleiter. Es ist das Ganze überhaupt. Du hast dich nicht akklimatisieren können.“
Aus der Reihe “Thomas Mann vor Ort – Lesungen aus den Münchner Romanen und Erzählungen am Ort der Handlung oder Entstehung” des Thomas-Mann-Förderkreises (gesamtes Programm als PDF)
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich, da beschränkte Platzzahl, Tel. 89999-320 Fax 89999-321, info@tmfm.de
Ort: Wirtshaus Seerose, Feilitzschstraße 32
Thomas Mann vor Ort: Wolf Euba liest “Okkulte Erlebnisse”
| 18. Juni 2008 | ||
| 19:00 |
„Es ist nicht anders: ich den Okkultisten in die Hände gefallen. Nicht gerade den Spiritisten – obgleich sich, wie ich glaube, auch solche in der Gesellschaft befanden, an welcher ich neulich teilnahm. Immerhin muß man da unterscheiden.“
Aus der Reihe “Thomas Mann vor Ort – Lesungen aus den Münchner Romanen und Erzählungen am Ort der Handlung oder Entstehung” des Thomas-Mann-Förderkreises (gesamtes Programm als PDF)
Eintritt jeweils € 8/Mitglieder € 5, Anmeldung erforderlich, da beschränkte Platzzahl: Tel. 89999-320 Fax 89999-321, info@tmfm.de
Ort: Bayerischer Bauernverband, Max-Joseph-Straße 9
KLAPPENTEXT No. 2, Juni 2008 + Online-Extra: Hörspielreihe BUCH HEUTE von Jakob Schiefer
Ohren auf! Und Augen auf natürlich auch! Denn die Juniausgabe des KLAPPENTEXT will natürlich gelesen werden – auch wenn sich diesmal beinahe alles ums Hören dreht. Weil das Hörspiel so außerordentlich erfolgreich ist wie beinahe keine andere literarische Gattung (ist es denn überhaupt eine?), nimmt der KLAPPENTEXT sich diesmal dessen Geschichte an und empfiehlt auch gleich ein paar akustische Besonderheiten, die es im Juni im Radio zu hören gibt.
Außerdem sei an dieser exponierten Stelle auf die Hörspielperformance “Leben to go” der Gruppe Serotonin hingewiesen, die am 17. Juni um 19.30 Uhr im Volkstheater stattfindet: “Prof. O. Luprecht erstellt für Sie den passenden Lebensentwurf nach einem, natürlich streng wissenschaftlichen, Simplifikationsverfahren. Dem Probanden wird der Entwurf als Hörspiel to go gleich mitgegeben”, verspricht die Ankündigung.
Doch dem noch längst nicht genug: Der KLAPPENTEXT ist äußerst glücklich, dass man ihn gewinnen konnte, und präsentiert entsprechend proudly Jakob Schiefer und dessen Hörspielreihe BUCH HEUTE, die ab sofort nur darauf wartet, von Ihnen erhört zu werden. BUCH HEUTE, das bedeutet: achtmal zehn Minuten Wahnsinn und Gesellschaft der Literatur, so investigativ wie euphorisch moderiert von Herrn Schiefer, der den Themen und Fragen des Buchmarkts gnadenlos auf der Spur ist. Etwa: Wie schreibt sich ein Durchschnittsroman? Wieso wurde eine Kontaktanzeige zum Beststeller? Und was macht eigentlich der Organisator des “Deutschland sucht seine Buchmessen-Besuchermassen”-Castings? “Ähnlichkeiten mit der real existierenden Welt des bedruckten Papiers sind rein zufällig”, behauptet Jakob Schiefer – der KLAPPENTEXT glaubt ihm naturgemäß kein Wort: BUCH HEUTE anhören!
Und wünscht also diesmal: Lesen und hören Sie gut!
Ihr Schreibwarenladen
Und jetzt: KLAPPENTEXT Juni-Ausgabe lesen! (PDF)
Oder gleich ein (übrigens völlig kostenloses und nicht nur deshalb enorm praktisches) » PDF-Abo bestellen!
KLAPPENTEXT-Online-Extra: “BUCH HEUTE – Radio für Leser” von Jakob Schiefer
Die zehnminütige Talksendung informiert über das Neueste aus der Wunderwelt der Literatur. Moderator Jakob Schiefer lädt Starautoren, Verleger und Agenten ein und diskutiert mit ihnen über umwerfende Neuerscheinungen und markerschütternde Marktdaten. Aber auch Pannen und peinliche Irrtümer, sonst gerne verschwiegen, kommen hier wahrheitsgetreu zur Sprache. Sehen Sie mit uns hinter die Kulissen einer Branche, die sich nicht zwischen Buchdeckeln verstecken muss!
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Folge 1: Durchschnittsroman
Mit einem gigantischen Neuerscheinungs-Projekt stellt die Buchindustrie wieder einmal ihren Ideenreichtum unter Beweis. Wollen Leser, Autoren und Verleger im Grunde nicht alle dasselbe?
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Folge 2: Schöne Stimmen
Zu Gast im Studio ist Anna-Maria Sterkowski-Bahlsen. Die Hörbuchpäpstin beschreibt ihren Umgang mit CDs und Texten und gibt Tips, wie man Sprecher werden kann.
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Folge 3: Bewerbung mit Erfolg
Junge, unbekannte Schriftsteller haben es nicht leicht, einen Verlag zu finden. Die Literaturagentur Plus-Puls und ihre unkonventionellen Methoden.
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Folge 4: Lesen oder spielen?
Womit sollen Jugendliche sich in ihrer Freizeit beschäftigen? Ein Streitgespräch zwischen einem Jugendbuchautor und dem Chef eines Computerspielkonzerns.
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Folge 5: Literaturkritiker
Hans-Jörg Armbruster ist auch privat ein leidenschaftlicher Textkonsument. Der Altmeister der Buchrezension spricht erstmals über seine Freizeit und beantwortet Hörerfragen.
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Folge 6: Buchmesse live!
Das literarische Großereignis in Frankfurt übertrifft diesmal alle bisherigen Rekorde … Ein akustischer Rundgang mit dem Chefintendanten Dr. Klaus Rohlitsch zeigt, welch immenser technischer Aufwand hinter der Inszenierung mit über 440.000 Darstellern steckt …
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Folge 7: In Jeans und Abendkleid
Als Elbrit Mehlke ihre überlange Kontaktannonce in die Zeitung setzte, ahnte noch niemand etwas davon, daß sich schon bald TV-Shows, Feuilletonredaktionen und Buchhandelsketten um die “Autorin” reißen würden. Und nicht nur bei den männlichen Lesern wächst die Aufregung täglich …
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Folge 8: Die totale Mafia
Hören Sie beim Telefonieren seit längerem seltsame Knackgeräusche? Ein schockierendes Enthüllungsbuch darüber, welche Unzahl krimineller Alltagsgefahren tatsächlich auf jeden von uns lauert, wird in den kommenden Tagen erscheinen.
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Informationen zum Autor
Jakob Schiefer (* 1965) ist freier Hörspielautor und lebt in München. Nach dem Abitur studierte er zunächst an der Akademie der Bildenden Künste, wo er sich mit fotorealistischer Malerei beschäftigte. Seit 1992 arbeitet er unter seinem bürgerlichen Namen Jakob Riedl als Sprecher bei Film, Funk, und Fernsehen. 1996 moderierte er BOULEVARD DER SEELE, ein fingiertes Radiowunschkonzert, das beim Sender M 94,5 / AFK ausgestrahlt wurde. Er synchronisiert Kinofilme und TV-Serien (etwa Randy Marsh in SOUTH PARK), spricht Kinderhörspiele (Theo in WAS IST WAS), vertont Dokumentarfilme, Werbespots und Literatur. 2005 entstand das JOB UNTER PALMEN (62 Min.). Das Hörspielfragment BLUMEN (2006, 11 Min.) wurde in den Wettbewerb “Zwischenrufe” des Leipziger Hörspielsommer 2007 gewählt. Die monatliche Radiosatire BUCH HEUTE wurde zuletzt beim Hörbuchportal Audible präsentiert. Im Herbst 2008 wird das Kurzhörspiel DAS CAMP auf der Anthologie pressplay 2 des Hamburger mairisch Verlags erscheinen.
Lena Christ
Am 30. Juni 1920 nimmt sich Lena Christ (* 30.10.1881) auf dem Münchner Waldfriedhof mit 38 Jahren das Leben. Aus bayerischer Sicht ein “elender Bankert”, wächst das außereheliche Kind Lena Pichler bei ihrem Großvater Mathias Pichler auf, Hansschuster in Glonn, Maurer und Landwirt. Später wird sie diese Zeit als ihre glücklichsten Jahre bezeichnen. Erst im November 1888 lernt sie ihre Mutter kennen, die, nachdem sie geheiratet hat, Lena zu sich nach München holt. Ab diesem Zeitpunkt wird sie von ihrer Mutter seelisch und körperlich brutal misshandelt.
Lena gehört nun einer kleinbürgerlichen Wirtsfamilie an, die von der Anstrengung, nach oben zu kommen, vollkommen in Anspruch genommen ist. Lenas Stiefbrüder besuchen die Lateinschule, für Lena ist Bildung kaum vorgesehen. 1894 ist ihre Schulzeit vorbei. Schon vorher hat sie ihren Eltern im Haushalt und in der Gastwirtschaft geholfen, nun wird sie die “Wirtsleni” in der Gaststätte “Deutsche Eiche” in der Sandstraße 34. Hier bedient sie die Gäste, kocht, macht Einkäufe, und wird von der Mutter immer wieder geschlagen und gedemütigt. Um dieser Situation zu entkommen, tritt Lena im Dezember 1898 im Alter von neunzehn Jahren als Novizin ins Kloster Ursberg/Schwaben ein. Sie erhält Klavier- und Violinunterricht, ihre Singstimme wird im Chor eingesetzt, und im Schulunterricht lernt sie Aufsätze schreiben, deutsche Grammatik und Mathematik.
Trotzdem erweist sich Lenas Entscheidung für ein Klosterleben als Irrtum. Im Februar 1900 kehrt sie zu ihrer Mutter nach München zurück. Die Haltung der religiösen Mutter wird durch Lenas Weigerung, den Schleier zu nehmen, noch gnadenloser. In ihrer Verzweiflung versucht Lena, sich das Leben zu nehmen, doch wird sie vom Stiefvater gerettet. Die Frage der Mutter nach Lenas missglücktem Selbstmordversuch ist, ob der Teufel sie immer noch nicht geholt habe.
Den letzten Ausweg sieht Lena in einer spontanen Ehe. 1901 macht der Buchhalter Anton Leix ihr einen Heiratsantrag, und sie bejaht, obwohl sie ihn kaum kennt. Am Hochzeitstag wünscht die Mutter ihr jedes erdenkliche Unglück und erklärt, dass ihr das Elternhaus nun für immer verschlossen sei.
Andreas Neumeister: Lesung und Musik
| 4. Juni 2008 | ||
| 21:00 |
Von den Hütten zwischen Stadtautobahnschleifen zu den Regierungspalästen in zentraleren Lagen: Andreas Neumeister fällt erzählend gerne mit der Tür ins Haus, zoomt mitten hinein in die gebaute deutsche Horrorgeschichte, durchmisst Megastädte und Stadtrandwahnsinn. Wie spiegelt sich Politik in Gebäuden? Wie modern kann eine faschistische Parteizentrale aussehen? Bilbao-Effekt klingt gut, Wohlfühlbahnhof noch besser. Wen vereinnahmt die Stadt? Und wen spuckt sie wieder aus? Wem gehört die Straße zwischen all den Gebäuden, die in Stadtzentren seltsam autistisch herumstehen?
Ort: Architekturklub Residenz, Residenzstraße 1
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Andreas Neumeister liest “Könnte Köln sein”
| 3. Juni 2008 | ||
| 20:00 |
Von den Hütten zwischen Stadtautobahnschleifen zu den Regierungspalästen in zentraleren Lagen: Andreas Neumeister fällt erzählend gerne mit der Tür ins Haus, zoomt mitten hinein in die gebaute deutsche Horrorgeschichte, durchmisst Megastädte und Stadtrandwahnsinn. Wie spiegelt sich Politik in Gebäuden? Wie modern kann eine faschistische Parteizentrale aussehen? Bilbao-Effekt klingt gut, Wohlfühlbahnhof noch besser. Wen vereinnahmt die Stadt? Und wen spuckt sie wieder aus? Wem gehört die Straße zwischen all den Gebäuden, die in Stadtzentren seltsam autistisch herumstehen?
Ort: Optimal Records, Kolosseumstr. 6
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