literatur-muenchen.de

DAS LITERATURPORTAL FÜR MÜNCHEN

KLAPPENTEXT No. 23, März 2010

Posted on | Februar 28, 2010 | Kommentare deaktiviert

coverVerehrte Leserinnen und Leser,

wie wir im Februar-Editorial bereits verhalten angedeutet hatten, zählen wir nicht zu den größten Krimifans dieses unseres Erdenrunds. Sollte Ihnen das ähnlich ergehen, dann müssen Sie deshalb allerdings noch lange nicht verzweifeln. Nicht einmal in diesem März, in dem sich das Münchner Krimifestival in Sektionssälen und Großraumzellen herumtreibt. Die Literatur nämlich gibt sich davon ziemlich unbeeindruckt und findet einfach trotzdem statt. An eher gewöhnlichen Orten, zugegeben, aber uns sind Pomp und Circumstances ohnehin nie ganz geheuer. Ein Buch auf einem Tisch und ein Autor auf einem Stuhl genügen uns als literarische Innenarchitektur nämlich vollauf. Von den buchstäblichen Mördern mal abgesehen, sitzen auf diesen Stühlen in diesem Monat erfreulich viele junge und erfreulich viele nicht in Deutschland geborene Autoren herum. Und ums Eigene und Fremde wird es wohl auch in der Lesung von Helene Hegemann gehen – die uns den Stempel „Garantiert Axolotl-frei„, den wir dem Klappentext in diesem Monat gar zu gerne aufgedrückt hätten, dann leider doch unmöglich macht. Sei´s drum, lesen Sie trotzdem oder gerade deswegen gut!

wünscht Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT No. 22, Februar 2010:
Auf Abwegen

Posted on | Februar 1, 2010 | Kommentare deaktiviert

coverVerehrte Leserinnen und Leser,

beinahe hätten wir es ja verpasst, dass die Tage schon wieder länger werden – weil wir noch mittendrin stecken in Roberto Bolaños „2666“, genauer gesagt: in dem „Teil von den Verbrechen“, wo sich eine Tote an die nächste reiht, während verschiedene Polizisten, Journalisten und anderweitig an der Lösung dieser Fälle Interessierte auftauchen, recherchieren, bleiben oder auch spurlos wieder verschwinden. Und wir einfach nicht schlau draus werden, warum um Himmels Willen (oder ist das hier just die falsche Metapher?) das gar so spannend ist, obwohl wir doch unsere gesamte Bibliothek darauf verwetten würden, dass der Täter sicher nicht gefasst wird.
Nun, im nächsten Monat ist das wieder anders, da gibt es die neueste Ausgabe des Krimifestivals und werden also allerlei Täter gefasst, und zwar mit geradezu geheimdienstlicher Sicherheit. Am besten also, Sie entspannen sich bis dahin, erfreuen sich vielleicht sogar am Faschingsgewand, bevor wieder die Maskerade von Mord und Totschlag die Stadt bevölkert, von Roberto Bolaño trotzdem leider keine Rede mehr sein wird, wir aber dennoch einen unendlichen Spaß haben werden.
Sie finden, das Editorial ist diesmal aber etwas arg lang und umwegig geworden? Na, dann: Man ist eben, was man liest. In diesem Sinne:

Lesen Sie gut!
wünscht Ihre Redaktion

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Ausschreibung LiteraVision

Posted on | Januar 20, 2010 | Kommentare deaktiviert

Der Fernsehwettbewerb „LiteraVision“ wird 2010 zum neunzehnten Mal durchgeführt. Ausgezeichnet werden deutschsprachige Fernsehsendungen, die auf beispielhafte Weise über Bücher (aus dem Bereich Belletristik) oder Autorinnen und Autoren informieren.

Folgende Programmsparten sind dabei vorgesehen:
- kürzere Beiträge über Bücher in Magazinsendungen
- längere Sendungen über Autorinnen/Autoren und literarische Themen

In die Auswahl kommen ausschließlich in den Jahren 2008 und 2009 erstmals ausgestrahlte Sendungen. Die Ausschreibungsbedingungen und das Anmeldeformular sind abrufbar im Internet unter www.muenchen.de/literaturstadt (unter „Preise und Stipendien“). Bewerben können sich Filmemacher/innen oder Produzent/innen bzw. Sender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der beste Beitrag in beiden Sparten wird mit einem von der Landeshauptstadt München gestifteten Preis in Höhe von je 5.000 Euro ausgezeichnet.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 12. Februar 2010 (Datum des Poststempels). Die öffentlichen Jurysitzungen finden statt am Freitag, 7. Mai, und Samstag, 8. Mai 2010, im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1.

Weitere Informationen über das Kulturreferat:
Katrin Dirschwigl, Tel. 089/ 233 21196, katrin.dirschwigl@muenchen.de
Christoph Schwarz: Tel. 089/ 233 26991, christoph.schwarz@muenchen.de

Ausschreibung für junge Autoren

Posted on | Januar 14, 2010 | Kommentare deaktiviert

Das Festival LiteraturUpdate sucht junge Autoren: Das Festival widmet sich dem aktuellen literarischen Schaffen und den Neuen Medien. Vom 10. Oktober bis 28. November 2010 werden Blogger und Poeten, Slammer und Performer, Medien- und Wortkünstler die Literatur in Bayern ‘updaten’. 50 Städte in Bayern werden zu Austragungsorten von Dichterwettstreiten und Medienprojektionen, von Blogger-Treffen und Literaturverfilmungen, von ‘beschriebenen Häusern’ und literarischen Postwurfsendungen.
Den ganzen Text der Ausschreibung lesen (PDF) …

KLAPPENTEXT No. 21, Januar 2010

Posted on | Dezember 31, 2009 | Kommentare deaktiviert

cover01_10
Liebe Leserinnen und Leser,

München bekommt endlich ein (hoffentlich!) ordentliches Literaturfestival. Und Bayern endlich ein hoffentlich nicht minder ordentliches Literaturportal. Was dem Klappentext da noch zu wünschen übrig bleibt für 2010? Ach, einiges. Weniger Bücher zum Beispiel. Weil ohnehin schon viel zu viele auf dem Markt sind, die wir nie werden lesen können. Und natürlich: mehr Bücher. Weil es dann leider doch noch viel zu wenige gibt, die uns Herz und Hirn erhitzen und uns beinahe um den Verstand bringen. Sie sehen´s schon: Wir sind so f latterhaft und unentschieden wie eh und je – und sonst ändert sich auch nix. In diesem Sinne wünschen wir:

Lesen Sie gut!
Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT No. 20, Dezember 2009

Posted on | November 30, 2009 | Kommentare deaktiviert

cover
Liebe Leserinnen und Leser,

nein, wir haben nicht die Schweinegrippe – aber wohl fühlen wir uns trotzdem gerade nicht besonders, weil der Hals schmerzt und das Hirn ein wenig verstopft ist. Und das, bevor der Winter überhaupt richtig angefangen hat! Decken wir uns eben zu und nehmen ein wärmendes Buch mit hinein, das uns am besten noch ins gesunde Schwitzen bringt.
Deshalb an dieser Stelle nur so viel: Bei Ihrem Weihnachtsshopping hätte der Klappentext gerne eine Wörtchen mitzureden. Und tut das deswegen einfach, Sie finden in dieser Ausgabe eine Reihe Geschenkempfehlungen – mit denen Sie sich freilich auch selbst erfreuen können, das ist uns doch völlig gleich … Zeit dafür haben Sie jedenfalls genug, denn Lesungen gibt es in diesem besinnlichen Monat deutlich weniger als sonst.

Lesen Sie auch diesen Monat gut!
wünscht Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT No.19, November 2009:
Um´s mal vorsichtig zu sagen

Posted on | November 1, 2009 | Kommentare deaktiviert

cover article imgDie Münchner Bücherschau ist ja nun nicht gerade das, was wir uns unter einer literarischen Leistungsschau vorstellen. Weil: Literatur liegt da vielleicht in Buchform in den Regalen, gibt es aber nur in ausnahmigsten Ausnahmefällen (Mohammed Hanif als bestes Beispiel! Siehe die Besprechung in diesem
Klappentext) auf der Bühne zu sehen. Glauben Sie nicht? Na, dann lesen Sie sich das Programm aber einmal in aller Ruhe durch. Da hätten wir zum Beispiel den Theologen Hans Küng, der sein Buch „Was ich glaube“ vorstellt, sowie ein weiteres Exemplar der Sorte Wir-haben-auch-einen-Saviano-im-Programm, nämlich Raffaele Cantone und sein Buch „Allein für die Gerechtigkeit“. Auch Alfons Adabei Schuhbeck ist freilich mit von der Partie, um seine „Küche der Gewürze“ vorzustellen. Der Rowohlt Verlag wiederum schickt – das lasse man sich auf der Zunge zergehen – nicht etwa Friedrich Christian Delius oder Inge Jens oder Alfred Grosser oder David Wagner oderoderoder, sondern den so genannten Gedankenleser Thorsten Havener (warum eigentlich nicht gleich Eckart von Hirschhausen?!). Nicht, dass wir irgendetwas gegen diese Bücher hätten – nur hatten wir uns doch ein wenig mehr Literatur erwartet, als das Programm der Bücherschau ins Haus geflattert kam. Es hat also doch einen Grund, dass die Bücherschau Bücherschau heißt und eben nicht Literaturschau – was uns natürlich besser gefiele. Aber egal, denn uns
kann das nur recht sein: Bücher gibt´s auf der Bücherschau – und Literatur weiterhin und naturgemäß in rauen Mengen im Klappentext.

Lesen Sie auch diesen Monat gut!
wünscht Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT No. 18, Oktober 2009:
Irgendwie anders

Posted on | September 29, 2009 | Kommentare deaktiviert

klappentext lesen!

Da fehlen einem doch glatt die Worte: Um auszudrücken, dass sie irgendwie anders sind als die anderen (was fraglos außer Zweifel steht!), bezeichnen sich Verlage wie Blumenbar, Luftschacht, Voland & Quist und ähnliche mal als „klein“, mal als „unabhängig“, mal als „jung“. Das stimmt ja auch alles irgendwie oder wenigstens hier und da – trifft aber doch nicht den Kern der Sache. Denn der ist, aufgepasst!, dass die Qualität der Programme dieser Verlage sich gerade nicht auf Größe, Alter oder Verdienst zurückführen lässt, sondern allererst auf die Lust an guten und schönen Büchern. Eine Lust, die der KLAPPENTEXT selbstverständlich teilt und der er deshalb ab sofort noch mehr Ausdruck als bisher verleihen möchte. Dafür
hat er die Rubrik „Aus der Reihe“ erfunden, in der nun jeden Monat ein Buch vorgestellt werden wird (diesmal „Menschen aus Papier“ von Salvador Plascencia, erschienen im Nautilus Verlag), das auf die eine oder andere Weise etwas Besonderes – nein: etwas ganz besonders Besonderes ist. Denn etwas Besonderes
sind nunmal alle Bücher. Zumindest auf die ein oder andere Weise. Insofern (und überhaupt natürlich):

Lesen Sie gut!
wünscht Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT September 2009: Fliegen statt Laufen

Posted on | September 7, 2009 | Kommentare deaktiviert

cover article img
„Als die Lettern laufen lernten – Medienwandel im 15. Jahrhundert“ heißt die aktuelle Jahresausstellung der Bayerischen Staatsbibliothek. Auf die heutigen Tage passt die Formulierung tatsächlich nicht mehr, im Moment scheinen die Lettern ja eher zu f liegen denn zu laufen. Und daran – Stichworte Google, Urheberrecht, E-Books und so weiter – soll es auch liegen, dass es den Verlagen schlechter geht als noch in früheren Jahren. Ob das wirklich stimmt? Wir sind uns da alles andere als sicher und stimmen lieber Jörg Sundermeier zu, der in diesem Klappentext über das Ende des Ammann Verlags und der Literatur im Allgemeinen nachdenkt. Und weniger die Medien als vielmehr die Bildungsinstitutionen verantwortlich macht. Aber wir wissen ja, dass wir nicht alleine sind beim Hochhalten der Fahne für die guten Bücher.

Nicht mehr als das also diesmal:
Lesen Sie gut!
Ihre Redaktion

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KLAPPENTEXT No. 16, August 2009:
Erst- und Serientäter

Posted on | August 2, 2009 | No Comments

kt cover august

Liebe Leserinnen und Leser,

wir ahnten es schon, dass Sie sich gerade – ist schließlich August … – auf die faule Haut legen und ein bisschen Sonne auf den Bauch scheinen lassen wollten. Wiegen Sie sich da mal nicht zu sehr in fauler Sicherheit!
Denn mit diesem Klappentext könnten Sie auf längere Zeit gut zu tun haben. Zwar finden sich deutlich weniger Worte auf den Seiten als in allen früheren Ausgaben – aber die haben´s in sich. Sind nämliche Münchner Lyrikerinnen und Lyriker, die sich in dieser Sommernummer der Öffentlichkeit vorstellen. Manche freilich nicht zum ersten Mal, andere dagegen mit dieser wunderbaren Verve des Ersttäters.
Dass Sie gut lesen werden, brauchen wir Ihnen wenigstens an dieser Stelle also ausnahmsweise nicht zu wünschen. Und sagen deshalb nur:

Auf einen poetisch schönen Sommer!
Ihre Redaktion

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